Frühe Prägungen

Die Arbeit mit prägenden Erlebnissen während Schwangerschaft, Geburt und die Kindheit hat das Ziel, unsere ursprünglichen lichtvollen Qualitäten frei zu legen, die unter unserem Welt-Ich meist unzugänglich verborgen liegen. Die Stärkung dieser Verbindung zum eigenen Wesenskern ist der eigentliche therapeutische Prozess.

Durch frühe prägende Erlebnisse entwickeln wir die charakteristischen Muster unserer Ich-Persönlichkeit. Diese individuellen Muster entstehen wesentlich als Antwort der kindlichen Persönlichkeit auf schwerwiegende Notsituation in denen das Bedürfnis nach Beziehung und Versorgung, nach Orientierung und Sicherheit, nach Macht und Autonomie verletzt wurde. Wir verlieren die Verbindung zu essenziellen Seins-Qualitäten wie Selbstwert, Kraft, Freude, Liebe etc.

Diese kompensatorischen Persönlichkeitsstrukturen, die meist verlorenen essenziellen Qualitäten nachahmen, ohne jedoch deren Kraft und Fülle in sich zu tragen, gehen in der Regel einher mit mehr oder weniger starken körperlichen Beeinträchtigungen.
Die therapeutische Arbeit ermöglicht ein Bewusstwerden und Verstehen dieser Persönlichkeits- und Körperstrukturen. Die Kultivierung von Achtsamkeit im Alltag und die Stärkung des „inneren Beobachters“ macht eine Desidentifikation möglich (Du bist nicht das was Du an Dir wahrnimmst, Du bist die oder der Wahrnehmende!).

Dadurch verlieren diese Prozesse an Eigendynamik, es entstehen immer mehr Bewusstseinsinseln, auf denen das Licht der immer vorhandenen essenziellen Seins-Qualitäten erspürt werden kann. Unserem Wesenskerns Aufmerksamkeit und Raum zu schenken ist wesentlich für den Prozess der Heilung und der menschlichen Entfaltung.